Pressemitteilung der SPD-Ratsfraktion vom 04.02.2026
Alter Grundschulstandort wiederbelebt - ein Sieg für Kinder und Bildung
Leider mussten 11 Jahre ins Land gehen, um die Notwendigkeit eines Grundschul-Teilstandortes im Nahbereich Marienviertel/Holsterhausen zu bestätigen. Mit Ratsbeschluss im Jahr 2015 wurde der Teilstandort dort (Wichernschule) gegen die Stimmen der SPD und mit ausdrücklichem Willen der CDU geschlossen.
Die Dorstener SPD spricht sich klar für den von der Verwaltung angestrebten „neuen“ Grundschulstandort aus – an derselben Stelle und vorerst als Übergangs- und Ausweichstandort der Antoniusschule und Bonifatiusschule, später als Teilstandort.
Unabhängig vom immer wiederkehrenden Auf und Ab der Schüler/innen-Anmeldezahlen stand für die SPD von jeher fest: Schulstandorte sind mehr als Gebäude, die es bis zur Obergrenze zu füllen gilt. Sie sind soziale Ankerpunkte und maßgeblich für Chancengerechtigkeit. Wer sie leichtfertig aufgibt, trägt die Verantwortung für die Folgen.
Schon vor 11 Jahren mahnte die SPD an, dass u.a. die OGS-Entwicklung und Beschulung von Flüchtlingen nicht zu unterschätzen sei. Auch der Schulentwicklungsplan 2012 hielt fest:.......
Alter Grundschulstandort wiederbelebt
Ratsfraktion
„Um den gegenwärtig und zukünftig noch mehr steigenden Anforderungen pädagogisch, personell und damit letztlich auch investiv gerecht werden zu können, sollten die Grundschulen mit unter die Zweizügigkeit sinkenden Schülerzahlen möglichst nicht geschlossen, sondern mit benachbarten Schulen als Teilstandorte gesichert werden.
Dessen ungeachtet sollten alle Grundschulen noch intensiver im Verbund als Netzwerk in ihren Stadtregionen zusammenarbeiten.“
Dennoch wurden die Sozialdemokraten und ihr Einsatz für den Erhalt der ehemaligen Wichernschule im Rat überstimmt. Zu ehemaligen und offensichtlichen Fehlentscheidungenff zu stehen, stände der CDU besser zu Gesicht, als sich jetzt hinter Prognosezahlen der Vergangenheit zu verstecken. Dennoch ist es sehr erfreulich, dass die Christdemokraten zur
Einsicht gekommen sind. Die SPD ho t, dass dies ein Schritt in Richtung einer besserenff Dorstener Schulpolitik ist und künftige Entscheidungen mit mehr Weitblick getroffen werden.
Es ging schon immer nicht nur um Schülerzahlprognosen, sondern um Qualität im Grundschulbereich. Die CDU gab in 2015 letztlich finanziellen Aspekten und dem prognostizierten Förderschulbedarf den Vorrang. Die letzten 11 Jahre haben gezeigt: Manhätte gleich die Förderschule baulich stärken müssen und den Grundschulteilstandort
erhalten können. Das gesamte Schulareal war immer schon groß genug, was sich nun auch mit der geänderten Verwaltungsmeinung bestätigt. Geld muss auch nun vermehrt in die Hand genommen werden, nur eben 11 Jahre später. Dabei dürfen unter anderem Fragen des Rechtsanspruchs des O enen Ganztags nicht auf die lange Bank geschoben werden. Wir alle müssen daraufsetzen, dass mit den angekündigten Investitionsmilliarden des Bundes die Dorstener Schulen für die Zukunft fit gemacht werden.
Dirk Groß
Fraktionsvorsitzender der SPD-Ratsfraktion
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